Flaumeiche

Quercus pubescens Willd. subsp. pubescens

Unter den mediterranen Eichen ist die Flaumeiche die am weitesten verbreitete Art in Italien. Ihre Genügsamkeit, Vielgestaltigkeit und Anpassungsfähigkeit sowie die enorme Vitalität ihres Wurzelstocks haben es der Flaumeiche über die Jahrhunderte ermöglicht, den zerstörerischen Eingriffen des Menschen standzuhalten. Das Wurzelsystem ist in alle Richtungen sehr stark ausgeprägt und verleiht der Pflanze Widerstandsfähigkeit gegen lange Trockenperioden. Die welken Blätter bleiben im Winter am Baum hängen und verleihen dem Wald so Farbe in den Monaten der größten „Kahlheit“. Die Behaarung der Knospen, Blätter und jungen Zweige ist eine der Anpassungsstrategien der Pflanze an ihren Lebensraum. Der wissenschaftliche Name Quercus pubescens setzt sich aus dem Wort ‚Quercus‘ zusammen – das vermutlich aus der Kombination der keltischen Wörter ‚Kaer‘ und ‚quer‘ (der schöne Baum) stammt – sowie ‚pubescens‘, was das weit verbreitete Vorkommen von Härchen hervorhebt. Sie trägt bereits in jungen Jahren Früchte, wie viele Pionierpflanzen. Diese Frühreife zeigt sich besonders bei freistehenden Exemplaren – vielleicht, weil sie die „Gesellschaft“ lieben. Die Früchte sind Eicheln, die spät reifen (Oktober) und sofort keimen. In Zeiten von Hungersnöten und Kriegen dienten die Eicheln der menschlichen Ernährung, doch üblicherweise wurden sie als Futter für Hausschweine verwendet. Auf der Insel Elba ist ihr Vorkommen jedoch völlig sporadisch und nur punktuell an einzelnen Standorten zu finden.

🌿 Botanische Informationen

📖 Wissenschaftlicher Name Quercus pubescens Willd. subsp. pubescens
🌸 Blütezeit April - Mai
🍇 Früchte Oktober - November
🌍 Verbreitungsgebiet Europa und andere Zonen