Oleander

Nerium oleander L. subsp. oleander

Auf der Insel werden Sie dem Oleander fast ausschließlich am Rande von Grundstücken als Hecken- oder Zierpflanze begegnen. Nur selten ist er im wilden Zustand zu finden, da seine natürlichen Lebensräume fehlen oder nur marginal vorhanden sind. In der Mittelmeerregion sind dies vor allem steinige Böden entlang der Ufer von Bächen und Flüssen. Die Pflanze hat einen strauchartigen Wuchs und kann, wenn sie nicht zurückgeschnitten wird, eine Höhe von bis zu 6 Metern erreichen. Die Blätter weisen Vertiefungen (Krypten) auf, die mit Haaren ausgekleidet sind, um die Transpiration zu begrenzen und so die Trockenzeit besser zu überstehen. Die Frucht ist spindelförmig und öffnet sich bei Reife, wobei dicht behaarte Samen freigesetzt werden, die vom Wind verbreitet werden (siehe Foto). Bereits Plinius und Apuleius wiesen darauf hin, dass die Pflanze sehr giftig ist; tatsächlich ist sie hochgiftig, und schon der bloße Kontakt kann Hautreizungen hervorrufen. Selbst der Rauch, der beim Verbrennen der Pflanze entsteht, kann toxisch sein. Vermutlich aufgrund dieser Giftigkeit war sie bereits in der Antike als Totenzierde oder Grabpflanze bekannt.

🌿 Botanische Informationen

📖 Wissenschaftlicher Name Nerium oleander L. subsp. oleander
🌸 Blütezeit April - Juli
🌍 Verbreitungsgebiet Mediterran und andere Zonen