Feigenkaktus
Opuntia ficus-indica (L.) Mill.
Der ursprünglich aus dem tropischen Amerika stammende Feigenkaktus wurde bereits von den Maya und Azteken kultiviert. In Italien wurde die Pflanze erstmals im Jahr 1565 dokumentiert und später als invasive Neophyt (vom Menschen eingeführte Art) klassifiziert. Auf Elba kann der Feigenkaktus mittlerweile als naturalisiert betrachtet werden, da er seit Jahrhunderten trockene und felsige Gebiete besiedelt. Dabei verdrängt er zwar Standorte einheimischer Pflanzengesellschaften, stellt jedoch keine erhebliche Bedrohung für die Biodiversität dar. Der Feigenkaktus hat einen aufrechten Wuchs und zeichnet sich durch große, dicke Triebe aus, die auf Elba als „pitte“ bezeichnet werden. Das fleischige Gewebe der Pflanze ist darauf ausgelegt, große Wasservorräte zu speichern, die es ihr ermöglichen, lange Dürreperioden zu überstehen. An den Trieben blühen große Blüten mit intensiv gelben Blütenblättern. Die Frucht ist oval, stachelig und verfärbt sich bei der Reife von Gelb nach Rot; sie ist essbar. Die Stacheln der Frucht sind zwar klein, aber besonders unangenehm. Teile der Pflanze werden für medizinische und kosmetische Zwecke genutzt. Auf der Insel wurde der Feigenkaktus, wie im gesamten Mittelmeerraum, zur Bodenfestigung, als Windschutz, zur Anlage undurchdringlicher Hecken und natürlich zum Verzehr der Früchte eingesetzt.
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