Italienische Zypresse
Cupressus sempervirens L.
Die Italienische Zypresse ist ein besonders langlebiges Nadelgehölz mit schnellem Wachstum, das eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen kann. Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammend, wurde die Zypresse von den Etruskern oder sogar den Phöniziern nach Italien gebracht. Man findet sie wildwachsend oder kultiviert vor allem in der kontinentalen Toskana, wo sie zusammen mit dem Olivenbaum das charakteristische Erscheinungsbild der Landschaft prägt. Die Krone kann entweder spindelförmig und pyramidenartig oder bei der Sorte horizontalis, der sogenannten „weiblichen Zypresse“, eher unregelmäßig und kugelförmig ausgeprägt sein. Seit jeher wird die Zypresse als Windschutz eingesetzt. Das Holz ist hart, kompakt und resistent gegen Insektenbefall. Es besitzt einen anhaltenden, angenehmen Duft und ist für den Bau von Möbeln und Fensterrahmen sehr begehrt. Eine durch den Pilz Seiridium cardinale verursachte Krankheit führt zu Rissen in der Rinde und zum Austrocknen der Zweige, was schwerwiegende Folgen für die Art hat und tiefe Lücken in der Landschaft hinterlässt. Aus der Zypresse werden Extrakte gewonnen, die in der Pharma- und Parfümindustrie Verwendung finden. Auf Elba gilt die Zypresse nur im Monserrato-Tal als naturalisiert; ansonsten findet man sie üblicherweise auf Privatgrundstücken, in Gärten, an Straßenrändern oder auf Friedhöfen. Der Ruf der Zypresse als Totenbaum hat seinen Ursprung bei den griechischen und römischen Dichtern. Ein praktischer Grund für ihre Präsenz auf Friedhöfen ist ihr Wurzelsystem: Die Wurzeln wachsen spindelförmig in die Tiefe statt in die Breite, wodurch sie die Gräber und Grabstätten nicht beschädigen oder anheben.
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