Weissdorn
Crataegus monogyna Jacq.
Der Weißdorn ist entlang der Pfade als kleiner Baum oder als buschiger Strauch anzutreffen. Im Winter verliert er seine Blätter und bringt Zweige zur Geltung, die oft spitze Dornen tragen. Die Pflanze ist leicht an ihren weißen Blüten, die in Schirmrispen (Trugdolden) angeordnet sind, an den roten Früchten (die eigentlich Scheinfrüchte sind), die in dichten Bündeln wachsen, und an den typischen Blättern zu erkennen. Die Früchte werden in der Küche für fermentierte Getränke und Marmeladen verwendet. Die Samen wurden bereits in neolithischen Ausgrabungsstätten gefunden, während die therapeutische Anwendung seit dem 12. Jahrhundert belegt ist. Die aus Blättern und Blüten gewonnenen Extrakte sind eine echte Phytomedizin, die Wirkstoffe wie Quercetin, Proanthocyanidine, Crataegolsäure und andere enthält.
Die Wirkungen dieser Extrakte wurden umfassend untersucht und umfassen eine Reihe positiver Einflüsse auf das Herz, den Kreislauf, den Blutdruck sowie auf das zentrale Nervensystem als Sedativum (Beruhigungsmittel). Die Extrakte werden bei Herzinsuffizienz, Angina Pectoris, Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter und bei leichtem Bluthochdruck eingesetzt. Für die alten Griechen war die Pflanze ein Symbol für Hoffnung, Ehe und Fruchtbarkeit; im Christentum wurde sie hingegen mit dem Tod und einem unheilvollen Schicksal in Verbindung gebracht (die Dornenkrone Christi soll aus Weißdorn bestanden haben). Im Zuge der Französischen Revolution vollzog sich eine weitere symbolische Kehrtwende, und er wurde zum „Baum der Freiheit“.
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