Echte Lorbeer
Laurus nobilis L.
Eine immergrüne Holzpflanze mit buschigem, manchmal baumartigem Wuchs. Er wächst schnell und wird sehr häufig für den Bau von Hecken verwendet. Die Blätter sind ledrig und stark aromatisch. Im Winter und im zeitigen Frühjahr füllt sich die Pflanze mit kleinen, duftenden weißen Blüten, die in kleinen Dolden angeordnet sind. Die Früchte sind aromatische, eiförmige Steinfrüchte, die jeweils nur einen Samen enthalten. Es ist nicht ungewöhnlich, an derselben Pflanze die neuen Blüten direkt neben den alten Früchten zu sehen. Der Name soll sich vom lateinischen „laus“ (Lob) ableiten, um die bereits seit der Antike bekannten wohltuenden Eigenschaften der Pflanze zu würdigen und zu preisen. Blätter und Früchte finden in der Küche vielseitige Verwendung. In der Mythologie entzieht sich Daphne dem Gott Apollon, indem sie sich in einen Lorbeerbaum verwandelt. Apollon schlang leidenschaftlich seine Arme um die Zweige und verkündete: „Wenn du schon nicht meine Gattin sein kannst, so sollst du doch mein Baum sein; mein Haar sollst du von nun an immer schmücken.“ Aus dieser mythologischen „Zudringlichkeit“ entstand der Brauch, Kaiser und später auch Sieger mit Lorbeer zu krönen. In der Folge weitete sich diese Sitte auf berühmte Dichter, Wettkampfsieger und schließlich auf Doktoren der Medizin und anderer Disziplinen aus, die mit beerenbesetzten Lorbeerzweigen gekrönt wurden. Davon leitet sich das Wort „Laureat“ (von Laurus) ab, um denjenigen zu ehren, der einen akademischen Grad erlangt.
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