Aleppo-Kiefer

Pinus halepensis Mill.

Die Aleppo-Kiefer ist ein genügsames Pioniergehölz, das resistent gegen Trockenheit und salzhaltige Winde ist. Sie besiedelt effizient kalkhaltige Böden, die von Bränden gezeichnet sind, und ist im gesamten mediterranen Küstenraum weit verbreitet. Die Krone und damit das Erscheinungsbild der Aleppo-Kiefer verändern sich mit dem Alter: Während sie bei jungen Exemplaren pyramidenförmig ist, neigt sie im Laufe der Jahre dazu, kugelig und ausladend zu werden, wobei sie meist unregelmäßige und zerzauste Züge beibehält. Die Blütenstände der Kiefern sind ungewöhnlich: Die männlichen sind in gelben Zapfen gruppiert, während die weiblichen eine purpurbraune Farbe aufweisen. Man kann sie von der Pinie unterscheiden, da die kegelförmigen Zapfen durch einen kurzen, nach unten gebogenen Stiel fest mit dem Baum verbunden sind. Das Holz ist zwar nicht besonders edel, aber harzreich, langlebig und kompakt, weshalb es im Bauwesen, für Verpackungen und im Schiffbau Verwendung findet. Aus dem Holz der Aleppo-Kiefer bestanden früher die Pfähle von Pfahlbauten und Bergwerksstollen. Sogar die beiden römischen Schiffe des Kaisers Caligula, die in gutem Zustand im Nemisee Lazio gefunden wurden, waren aus diesem Holz gefertigt. In einigen Ländern wird das Harz verwendet, um Wein zu aromatisieren und zu konservieren, um Terpentinöl zu gewinnen oder für die Konservierung von Lebensmitteln. Da die Aleppo-Kiefer für nährstoffarme Böden geeignet ist und schnell wächst, wird sie häufig für Aufforstungen und zur Rekultivierung von Steinbruchterrassen eingesetzt – wie zum Beispiel im Steinbruch von Colle Reciso, der die Wasserscheide zwischen Lacona und Portoferraio überragt.

 

🌿 Botanische Informationen

📖 Wissenschaftlicher Name Pinus halepensis Mill.
🌸 Blütezeit Februar - Mai
🌍 Verbreitungsgebiet Rein mediterran (streng auf den Mittelmeerraum beschränkt)