Montpellier-geißklee

Genista monspessulana (L.) L.A.S.Johnson

Der Montpellier-Geißklee ist eine strauchartige Pflanze mit aufrechtem Wuchs, die zwischen einem halben und etwas mehr als zwei Metern hoch wird. Er wächst an den Rändern von Steineichenwäldern und in der Macchia. Die Zweige sind gestreift, wobei die jungen Triebe behaart sind. Die Blätter sind dreizählig und gestielt. Die Blütenstände erscheinen in kurzen Doldenrispen, die aus 4 bis 8 Blüten bestehen. Die Hülsenfrucht ist ebenfalls behaart. Die Pflanze ist an der tyrrhenischen Küste verbreitet, an der adriatischen hingegen weniger. Obwohl dieser Geißklee in Italien sehr üppig wächst, zeigt er dort kein invasives Verhalten bei der Besiedlung des Territoriums. In mehreren Ländern, in denen er eingeführt wurde, hat er sich jedoch zu einem Problem entwickelt. In Großbritannien ist er bereits seit 1735 als Kulturpflanze nachgewiesen. Ursprünglich als Gartenpflanze eingeführt, ist sie später verwildert. Dies gelang ihr vor allem dank einer großzügigen Samenproduktion (10.000 Samen pro Saison) und der Fähigkeit, nach Rückschnitt oder Bränden wieder auszutreiben. In bestimmten Lebensräumen in Australien (auf einer Fläche von 600.000 Hektar), an der Westküste der USA und in anderen Ländern übt die Pflanze eine starke invasive Wirkung aus, wo sie dichte Bestände bildet, die andere Arten verdrängen. Zu den positiven Eigenschaften der Pflanze gehört, dass sie Stickstoff fixiert und so die Bodenfruchtbarkeit erhöht. In Sardinien sind zudem einige begrenzte Anwendungen als Heilmittel in der traditionellen Medizin bekannt.

🌿 Botanische Informationen

📖 Wissenschaftlicher Name Genista monspessulana (L.) L.A.S.Johnson
🌸 Blütezeit Februar - Juni
🌍 Verbreitungsgebiet Mediterran und Makaronesien