Schirmkiefer
Pinus pinea L.
Die Schirmkiefer auch Pinie oder Mittelmeer-Kiefer genannt, ist mit ihrer typischen Schirmkrone der unangefochtene Protagonist der ikonischsten Landschaften Italiens, obwohl ihre ursprüngliche Einheimischkeit umstritten ist. Sie wurde bereits zur Zeit der Römer in Küstengebieten verbreitet und in der Toskana während der großen Landgewinnungen der Renaissance und des 19. Jahrhunderts in großem Stil angepflanzt. In Lacona steht ein monumentales Exemplar: die „Pinone“ am großen Strand. Schon auf Fotografien aus dem späten 19. Jahrhundert ist sie in ihrer imposanten Größe zu sehen; man schätzt, dass sie bereits in der napoleonischen Zeit gekeimt ist. Nach Jahrhunderten kräftigen Wachstums befindet sie sich nun in einem Stadium zunehmender Vergreisung. Auch die Anlage Orti di Mare beherbergt eine jahrhundertealte, prachtvolle Pinie. Auf den Anhöhen von Elba wurden zwischen 1932 und 1965 im Rahmen der Wiederaufforstung von Hängen, die durch Jahrhunderte der Beweidung und Brände degradiert waren, 800 Hektar mit dieser Pionierart bepflanzt. Die Abschnitte der Küstenpinienwälder von Lacona stammen hingegen aus den späten 1960er Jahren. Die Zapfen benötigen drei Jahre bis zur Reife. Aus ihnen werden die Pinienkerne gewonnen, die in zahlreichen kulinarischen Spezialitäten und Süßspeisen Verwendung finden.
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