Pfriemenginster

Spartium junceum L.

Die grünen Zweige des Pfriemenginsters sind fotosynthetisch aktiv. Sie sind in der Lage, die Chlorophyllfunktion der kleinen und spärlich vorhandenen Blätter zu ergänzen und fortzuführen. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 4–5 Metern erreichen. Die Blüten sind leuchtend gelb, duftend und bei Bienen besonders beliebt. Die Frucht ist eine gebogene Hülse, die anfangs samtig behaart und später glatt und dunkel ist; bei der Reife schleudert sie 10 bis 18 Samen aus. Die gesamte Pflanze ist giftig. Sie gilt jedoch als bodenverbessernde Art, da sie an ihren Wurzelknöllchen Bakterien beherbergt, die Stickstoff fixieren. Die Pflanze besitzt ein tiefes und weit verzweigtes Wurzelsystem, das gezielt zur Befestigung von Böschungen und rutschgefährdetem Gelände eingesetzt wird. Der Name Spartium junceum leitet sich vom griechischen Wort „speïro“ (binden) und dem lateinischen Adjektiv „junceus“ (binsenartig, aufgrund der Ähnlichkeit der Triebspitzen mit Binsen) ab. Beide Begriffe verweisen auf die traditionelle Verwendung ihrer flexiblen Stängel, die als Bindematerial für Weinreben und Tomaten oder zum Verschnüren von Fleisch für den Transport dienten. Darüber hinaus wird aus dem Stängel eine Textilfaser gewonnen, aus der Seile hergestellt werden; während des Zweiten Weltkriegs wurden daraus sogar Stoffe für die Fertigung von Kleidung gewonnen.

🌿 Botanische Informationen

📖 Wissenschaftlicher Name Spartium junceum L.
🌸 Blütezeit März - Juli
🌍 Verbreitungsgebiet Mediterran und einige angrenzende Gebiete